Am Wasser bewegen Sie sich kaum. Sie stehen, warten und hantieren mit kalten, nassen Händen. Kleidung, die beim Wandern hervorragend funktioniert, versagt in dieser Situation regelmäßig.
Ohne Bewegung fehlt die eigene Wärme
Beim Gehen erzeugt der Körper laufend Wärme, beim Ansitzen nicht. Deshalb brauchen Sie am Wasser deutlich mehr Isolation, als die Außentemperatur zunächst vermuten lässt.
Steppjacken, Westen und dicke Fleecelagen sind hier sinnvoller als eine sportlich dünne Jacke. Eine Übersicht der Kategorien finden Sie bei Pioneer Camp.
Wasser kühlt die Umgebung
An Seen und Flüssen zieht fast immer ein Luftzug, und die Luft ist feucht. Beides entzieht Wärme schneller als die gleiche Temperatur im Wald. Windschutz ist am Ufer wichtiger als am Berg.
Der Boden ist der größte Verlust
Stehen auf gefrorenem Untergrund kühlt die Füße über Stunden aus. Eine isolierende Unterlage, ein Klappstuhl und dicke Sohlen bringen mehr als jede zusätzliche Schicht am Oberkörper.
Hände, die nass werden müssen
Beim Hantieren mit Fisch, Schnur und Köder werden die Hände nass. Fingerhandschuhe zum Umklappen und ein Handtuch am Gürtel sind praktischer als warme, aber unbrauchbare Fäustlinge.
- Mehr Isolation als beim Wandern bei gleicher Temperatur
- Winddichte Außenschicht gegen den Luftzug am Ufer
- Isolierende Unterlage oder Stuhl gegen Kälte von unten
- Handtuch und zweites Paar Handschuhe griffbereit
- Trockene Wechselkleidung im Auto, nicht am Wasser
Sicherheit hat Vorrang vor Wärme
Am Steg, am Bootsrand und auf glatten Ufersteinen zählt sicherer Stand mehr als jede Jacke. Wer allein losfährt, sollte jemandem sagen, wohin er geht und wann er zurück sein will.
Die Länge der Jacke
Eine kurze Jacke lässt beim Sitzen den unteren Rücken frei. Modelle, die über das Gesäß reichen, halten im Ansitz spürbar mehr Wärme, stören aber beim Waten und beim Gehen zum Platz.
Der Weg zum Platz
Mit Rute, Kescher und Kiste laufen Sie sich warm und kommen leicht durchgeschwitzt an. Ziehen Sie die dicke Schicht deshalb erst am Wasser an, nicht schon am Parkplatz.
Nach dem Ansitz
Feuchte Kleidung im warmen Auto riecht schnell unangenehm. Lüften Sie alles zu Hause vollständig, bevor es in den Schrank kommt, sonst leidet die Ausstattung über die Saison. Schuhe trocknen bei Zimmertemperatur und nicht auf der Heizung.
Fazit
Angeln im Winter ist Kälte ohne Bewegung. Mehr Isolation, Windschutz, ein warmer Untergrund und trockene Hände entscheiden über den Tag, nicht die technischen Werte auf dem Etikett.